Green Stuff

 

Fell & Haare

 

Fell

Eins der nutzvollsten und praktischsten Anwendungen des Green Stuff's ist Fell. Es deckt hässliche Lücken oder macht perfekte Übergänge.

 

Zuerst ein Stück Green Stuff auf die gewünschte Stelle drücken. Grob die Form eiarbeiten.

         

 

Mit einem feinem Werkzeug die Haare einarbeiten und das Fell an das vorhandene anpassen.

    

 

 

Haare

Auch eine Haarverlängerung ist kostengünstig möglich. Kleine Spitzen aus Green Stuff rollen und vereinzelt an das bestehende Harr anfügen. Sie sehen zwar aus wie Dreds aber das wird noch.

         

 

Die Dreds dann mit einem scharfen Werkzeug einarbeiten und an die bestehenden Haare anpassen.

    

 

 

Fellumhänge

Wenn man die Umhangform schon klar vor Augen hat, sollte man sie unter Umständen skizzieren und an der Mini testen, ob Proportionen und Größenverhältnisse, sowie die Form überhaupt stimmen. Allerdings muß man hier beachten, das die Skizze spiegelbildlich ausgeführt werden sollte, da ich bei der Methode als erstes den äußeren Faltenwurf modellieren werde. Hat man hier alles nach Zufriedenheit festgelegt und skizziert, legt man die Skizze einfach unter die Klarsichthülle und bringt eine flache Scheibe GS in etwa in die Form der Skizze. Jetzt nimmt man den Pinsel zur Hand und drückt einen relativ realistischen Faltenwurf hinein. Die ungefähre Form bestimmt hierbei natürlich den Faltenwurf. Man muß hier nicht zu genau auf die Glätte der Oberfläche achten, da noch eine Fellschicht aufmodelliert wird. Hat man den Umhang aber so ausgelegt, daß außen glatte Fläche und innen Fell sein soll, muß man soweit möglich die Falten schon glätten. Das macht man am besten mit der abgeflachten Seite des GW-Modelliertools. Das Werkzeug sollte hierbei immer naß sein, damit der GS nicht daran klebt und man so die Form ruiniert. Hat man das erledigt, schneidet man am Rand den GS weg, der von der ursprünglichen Form abweicht und bringt den Umhang sozusagen in die Form, die er zum Schluß haben soll. Am unteren Ende kann man auch gleich eventuelle Risse und Fransen einschneiden (ist natürlich auch machbar wenn der GS gehärtet ist ... wahrscheinlich ist das sogar der sinnvollste Zeitpunkt, da man bei späteren Schritten nochmals nacharbeiten muß. In etwa jetzt ist der erste Schritt abgeschlossen und man sollte den GS ca. 3-5 Stunden trocknen lassen, bevor man fortfährt. Bisherige Arbeitszeit dafür liegt bei ca. 10-15min.

 


Nachdem der GS gehärtet ist, beginnt man mit Schritt 2. Zuerst sollte man nun eine dünne Schicht auf die Oberfläche aufbringen und die Falten möglichst gut nachempfinden. Am oberen Rand sollte der Mantel noch unbedeckt bleiben, da hier erst später das Fell aufgebracht wird, wenn man mit der Anpassung an die Miniatur beginnt. Ungefähr jetzt stellt man sich die Frage, wieso man sich bei Schritt 1 soviel Mühe gegeben hat Nachdem nun die dünne Schicht aufgetragen ist, sollte man 5-10min warten, damit der GS etwas von seiner Klebrigkeit einbüßt und er dann etwas leichter zu bearbeiten ist. Das Herausarbeiten des Fells ist nun der schwierigste Part am ganzen Mantel und man muß ein wenig probieren, wie es am Besten hinkommt. Ich persönlich steche mit der Nadel leicht flach (siehe Bild) in den GS und schiebe ihn dann zur Seite weg. Daneben drücke ich die Nadel nun so auf, das ein kleines spitzes Dreieck entsteht. Je nachdem, in welche Richtung diese "Zottel" wehen soll, drücke ich sie etwas nach oben und in die entsprechende Richtung. Die Beschreibung ist etwas seltsam, aber man muß es halt mal probieren und so in etwa testen, wie man mit der Nadel Details in die Oberfläche bekommt. Sinnvoll ist es hier, von oben nach unten zu arbeiten, da man sehr schöne Übergänge der Zotteln erreichen kann, wenn man beim eindrücken in den GS jeweils unter eine bestehende Zottel sticht und diese leicht anhebt. So erscheint der Umhang relativ realistisch, da obere Schichten klar über unteren liegen und man nicht bloß eine linienförmige Abgrenzung der Zotteln zueinander hat. Je näher man an den Außenrand des Mantels kommt, desto stärker sollte man die Zotteln der Windrichtung anpassen, in die der Mantel weht. Zum unteren Abschluß hin kann man etwas vom Mantel aus Stufe eins durchblicken lassen (deswegen der Aufwand zu Beginn). Dies sieht dann so aus, als wäre das Fell hier schon abgewetzt und der Mantel sehr stark beansprucht. Abschließend muß man vielleicht hier und da nochmals ein wenig korrigieren, damit der Mantel auch realistisch aussieht, aber im Großen und Ganzen war dies Schritt 2. Jetzt muß das GS erst wieder 3-4 Stunden aushärten (empfehlenswert sind 12 Stunden, da beim nächsten Schritt eine höhere Temperatur auf den GS wirkt und er unter Umständen wieder weich werden könnte) bevor man weitermachen kann. Die Dauer für diesen Schritt liegt bei etwa 10-40 min. Je nachdem wie groß der Mantel, also der Fellanteil, ist.


    

Ist der GS wieder erhärtet löst man den Mantel vorsichtig mit dem Skalpell von der Unterlage. Je glatter die verwendete Unterlage ist, desto besser läßt sich der Umhang ablösen. Auf die noch glatte Rückseite zeichnet man nun mit einem Filzstift den Faltenwurf der Außenseite auf. Diese Striche gilt es nun nachzuschleifen, damit der innere Faltenwurf zustande kommt, ohne den der Umhang zu flach und eindimensional aussehen würde. Am besten eignet sich hierfür ein Drehmel, mit dem dieser Schritt in 2-3 Minuten abgeschlossen ist. Hat man keinen zur Hand, nimmt man erst grobes Schleifpapier und faltet es so, das man eine dicke runde Kante zum Schleifen hat. Auf die Art dauert es natürlich etwas länger, bis man die Falten ordentlich herausgearbeitet hat. Nachdem dieser Vorgang per Drehmel oder grobem Schleifpapier abgeschlossen ist, schleift man kurz mit feinem Naßschleifpapier nach, damit die Oberfläche auch wirklich glatt wird. Per Skalpell werden abschließend noch die Kanten gesäubert womit Schritt 3 beendet ist. Je nach eingesetztem Arbeitsmaterial dauert der Schritt zwischen 5-15 min.


Schritt 4 befaßt sich jetzt mit dem Anbringen des Umhangs an der Miniatur. Unter Umständen ist es notwendig, das obere Ende des Umhangs nochmals etwas zurecht zu schneiden oder die Miniatur am Rücken etwas glatt zu feilen, damit der Umhang auch paßt. Deswegen sollte auch nicht auf den oberen Rand schon Fell modelliert erden. Sitzt der Umhang so, wie man es will, klebt man ihn an der Miniatur fest und gestaltet den Übergang zu den Schultern. Hierzu wird einfach etwas GS auf die Schulterpartie aufgebracht und dann wie bei Schritt2 das Fell herausgearbeitet. Unter Umständen kann man auch eine kleine Brosche in Form eines Schädels modellieren, die den Umhang festhält, hier ist man relativ frei in seiner Phantasie.